Die elektronische Gesundheitskarte
Fluch oder Segen für Patienten???
Zusammenfassung aus ärztlicher Sicht:
Es gibt keine medizinische Notwendigkeit für eine bundesweite Medizindatensammlung mit Hilfe einer Gesundheitskarte".
Die zentrale Speicherung und Verarbeitung intimer Daten durch Institutionen wie Kassen und Versicherungen ist abzulehnen. Ein wirklich sicherer Datenschutz für die Daten von 80 Millionen Menschen auf Zentralservern kann durch niemanden gewährleistet werden. Aus diesem Grund ist die eGK in der jetzt geplanten Form vom Bundesärztetag abgelehnt worden.
Die strafrechtlich geschützte, ärztliche Schweigepflicht darf nicht ausgehöhlt werden. Patienten und Ärzte müssen gemeinsam die Hoheit über ihre Daten behalten.
Alternative, moderne Kommunikations- und Kooperationsformen lassen sich auch ohne Gesundheitskarte" verwirklichen.
Zusammenfassung aus Patientensicht
Die "elektronische Gesundheitskarte" gefährdet das vertrauensvolle Arzt/Patientenverhältnis.
Sensible Krankheits- und Sozialdaten wie z.B. AIDS, Potenzprobleme, Alkoholabhängikeit oder sexuelle Neigungen gehören nicht in Großrechenzentren sondern allein in die Hände von Patientinnen und Patienten sowie den behandelnden Ärzten.
Die Kosten von 14,1 Milliarden Euro tragen allein wir Versicherte mit unseren Krankenkassenbeiträgen und dieses Geld fehlt für die Behandlung kranker Menschen.
zuletzt aktualiesiert am 26. April 2010